CDI schaut gemeinsam mit dem VEA auf energiepolitische Entwicklungen
Zwei Vorträge zu aktuellen energiepolitischen Entwicklungen hat das Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI) jetzt seinen Netzwerkpartnern angeboten. In den Beiträgen ging es um regulatorische Herausforderungen bei der industriellen Dekarbonisierung sowie um neue gesetzliche Rahmenbedingungen für Energie und Wärme.
Im Fokus der Sitzung standen aktuelle Entwicklungen auf Bundesebene. Unsere VEA-Hauptstadtbüroleiterin Eva Schreiner stellte die energiepolitischen Erwartungen an die neu gewählte Bundesregierung vor. In diesem Kontext zog sie Bilanz und stellte das bisherige Schaffen der Bundesregierung vor. Dr. David Reichwein vom Bundeswirtschaftsministerium war ebenfalls beim CDI zu Gast und referierte zu den geplanten Änderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie deren Bedeutung für Industrie und Energieversorgung.
Das Elektrifizieren der Industrie
Eva Schreiner schilderte in ihrem Vortrag die Lage von Industrieunternehmen und wies darauf hin, dass die Investitionsbereitschaft zurückhaltend sei. Sie betonte, dass für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie die Dekarbonisierung der Prozesswärme entscheidend ist. Damit steigt jedoch auch der Druck auf die Strominfrastruktur und die Verteilnetze. In der Diskussion wurden weitere Energiebedarfe zusammengetragen, unter anderem von Rechenzentren. Deren Wachstum stelle neue Anforderungen an die Energieinfrastruktur und die regulatorischen Rahmenbedingungen.
Sowohl das GEG als auch das Wärmeplanungsgesetz (WPG) seien zentrale Regelwerke der Wärmewände und schaffen den Rahmen für Gebäude, Energieversorgung und kommunale Planung, so David Reichwein. Die geplante Novellierung des GEG (zukünftig Gebäudemodernisierungsgesetz GMG) sieht unter anderem einen stärkeren Fokus auf den Primärenergiebedarf als Steuerungsgröße vor. Für Nichtwohngebäude plant der Gesetzgeber ein Referenzgebäudeverfahren mit Effizienzklassen einzuführen. Darüber hinaus möchten sie den Energieausweis überarbeiten sowie langfristig ein Lebenszyklusansatz für Neubauten einführen. Ergänzend plant die Bundesregierung den Aufbau einer zentralen Gebäudedatenbank, in der beispielsweise Energieausweise und Inspektionsberichte erfasst werden. Fragen zur praktischen Umsetzung aktueller und angestrebter Regelungen beantworteten Miriam Vollmer von RE Rechtsanwälte sowie Franziska Lietz von Ritter Gent Kollegen (RGC). Mehr über das Treffen erfahren Sie hier.
Textquelle: Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI)
Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI)
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