Best Practice: Transparenz als Schlüssel zur nachhaltigen Unternehmensführung
In Zeiten, in denen nachhaltige Unternehmensentwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnt, zeigt sich für die Janitza electronics GmbH (Janitza): CO₂-Transparenz ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Als Hersteller von Energiemessgeräten und Anbieter intelligenter Lösungen für einen optimierten Energieeinsatz übernimmt das Unternehmen eine besondere Verantwortung im Bereich Nachhaltigkeit.
Bereits 2021 hat sich das Unternehmen ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2030 klimaneutral zu werden und dass möglichst aus eigener Kraft. Gemeinsam mit dem Dienstleister ClimatePartner wurden alle Unternehmensprozesse sorgfältig analysiert und die CO₂-Emissionen gemäß dem Greenhouse Gas Protocol – dem weltweit anerkanntesten Standard zur Treibhausgasbilanzierung erfasst.
Ganzheitliche CO₂-Bilanzierung als Grundlage für konkrete Maßnahmen
Die detaillierte Erhebung aller relevanten Emissionen über alle drei Scopes hinweg, von direkten Emissionen (Scope 1) über zugekaufte Energie (Scope 2) bis hin zu indirekten Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3), ermöglicht die Ableitung präziser und wirksamer Maßnahmen zur Emissionsreduktion. Ende 2023 konnte Janitza eine vollständige CO₂-Bilanz für das Jahr 2022 vorlegen, die im Dezember 2024 durch die Bilanzierung für das Jahr 2023 ergänzt wurde. „Daten spielen dabei die entscheidende Rolle“, betont Patrick Steiß, Energiemanager bei Janitza. „Für die Ermittlung des Corporate Carbon Footprint haben wir alle Abteilungen einbezogen und gemeinsam mit unserem Partner die gesamte Lieferkette – vom Wareneinkauf über Transport und Verarbeitung bis zur Produktentsorgung – betrachtet. Unser ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem liefert dabei die nötige Datengrundlage für Energie- und Ressourcenverbräuche.“
Datenbasierte Entscheidungen & erste Einsparungserfolge
Mit der CO₂-Erhebung für 2022 wurde die Basis geschaffen, um auch in den Folgejahren vergleichbare Daten zu erfassen. Die wichtigste Erkenntnis: 99,5 Prozent der Emissionen fallen im Scope 3 an. Die Scope 1 Emissionen (z. B. durch den Fuhrpark oder eigene Wärmeerzeugung) machen lediglich 0,3 Prozent, Scope 2 Emissionen (eingekaufte Energie) nur 0,2 Prozent aus. Diese niedrigen Werte bei Scope 1 und 2 sind auf die hohe Energieeffizienz des Standorts Lahnau zurückzuführen. Dazu zählen:
- Bau und Sanierung als Niedrigenergiegebäude
- Photovoltaikanlagen und Nutzung von Erdwärme
- LED-Beleuchtung und automatisierte Steuerung von Licht- und Torsystemen
- Bezug von Ökostrom aus Wasserkraft
- Ladeinfrastruktur für E-Mobilität und Förderung von Job-Bikes
„Neben den technischen Maßnahmen setzen wir konsequent auf unser Energiemanagement, es ist das Rückgrat unserer Strategie“, so Steiß.
Erfolgsbilanz 2023
Dank Ökostrom und weiterer Maßnahmen im Energiemanagement hat das Unternehmen seine Emissionen im Vergleich zu 2022 deutlich reduziert:
- -28 Prozent in Scope 1
- -89 Prozent in Scope 2
- Insgesamt wurden im Jahr 2023 415 Tonnen CO₂ eingespart, u. a. durch den Bezug von Ökostrom, die Eigenerzeugung mittels PV-Anlagen und eine effizientere Logistik.
Nächster Meilenstein: Neubau mit höchsten Effizienzstandards
Aktuell investiert Janitza rund 30 Millionen Euro in den Neubau eines modernen Büro- und Produktionsgebäudes am Standort Lahnau. Auch hier wird auf höchste Energieeffizienz geachtet, inklusive umfangreicher Photovoltaikanlagen.
Verankerung im Unternehmensleitbild
Als „ClimatePartner-zertifiziertes Unternehmen“ verpflichtet sich Janitza, jährlich folgende Schritte umzusetzen:
- Erstellen der CO₂-Bilanz (Corporate Carbon Footprint) nach GHG Protocol
- Festlegen konkreter Klimaziele
- Ableiten und Umsetzen wirksamer Reduktionsmaßnahmen
- Kompensation unvermeidbarer Emissionen
- Transparentes kommunizieren der Ergebnisse
Fazit
Durch systematische CO₂-Bilanzierung, transparente Kommunikation und konkrete Investitionen in Effizienzmaßnahmen treibt Janitza die nachhaltige Transformation aktiv voran. Das Beispiel zeigt: Transparenz ist nicht nur ein Prinzip, sondern ein wirkungsvolles Werkzeug zur zukunftsfähigen Unternehmensführung.
Textquelle: Janitza electronics GmbH